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Frauen brauchen mehr Schlaf als Männer! Warum, erklären jetzt Wissenschaftler.

Viele Vertreter der weiblichen Gattung haben es ja schon immer gewusst, aber jetzt ist es offiziell: Frauen brauchen mehr Schlaf als Männer! Eine Studie des Duke Medical Centers hat 210 Frauen und Männer im mittleren Alter untersucht und herausgefunden, dass Frauen unter Schlafmangel gesundheitlich mehr leiden als Männer.

40 Prozent der Testpersonen gehörten zu der Kategorie der Menschen mit einem schlechten Schlaf, sprich sie haben Probleme beim Einschlafen, brauchen 30 Minuten und mehr, um in den Schlaf zu finden oder wachen mehrfach nachts auf. Doch nur bei Frauen hat dieses Schlafverhalten auch gesundheitliche Konsequenzen. „Wir fanden heraus, dass Frauen mit Schlafmangel stark zu erhötem psychologischem Stress und feindseligem Verhalten neigen und häufiger an Depressionen und Wutausbrüchen leiden”, erklärt Edward Suarez, der Leiter der Studie. “Bei den Männern hingegen hatte der Schlafmangel lange nicht so starke Auswirkungen.”

Doch warum benötigen Frauen mehr Schlaf als Männer? In der Schlafphase löst sich der Cortex – der Teil vom Gehirn, der unter Anderem für Gedächtnis und Sprache zuständig ist – von den Sinnen und geht in die Erholungsphase. Je mehr man sein Hirn nutzt, umso mehr muss es sich also regenerieren und desto mehr Schlaf benötigt man. „Frauen neigen zu Multi-Tasking, sie nutzen ihr Gehirn aktiv mehr als Männer”, so Professor Jim Horne vom Sleep Research Center der britischen Loughborough Universität. „Deshalb ist ihr Schlafbedürfnis größer. Im Durchschnitt sind es 20 Minuten mehr.”

Das Gehirn der Frauen ist einfach so komplex, dass sie fast eine halbe Stunde mehr Schlaf brauchen als die Herren der Schöpfung. Und dann ist die schlechte Laune am Frühstückstisch bestimmt auch wieder passé!

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