Deutsch

Gewohnheiten, die dick machen

Um beim Essen nicht zu viele Kalorien aufzunehmen, muss das Menü gut geplant werden und die richtigen Zutaten enthalten. So läuft man nicht Gefahr, Speisen zu verzehren, die dick machen und das Erreichen des Wunschgewichts verhindern.

Du hältst schon seit längerem Diät und treibst Sport, schaffst es jedoch nicht, dein Wunschgewicht zu erreichen? Du hast deine Ernährung umgestellt und gehst regelmäßig ins Fitnesscenter? Du verzichtest auf „schlechte“ Nahrungsmittel und folgst den genauen Anweisungen deines Arztes oder Trainers und fühlst dich noch immer dick? Wo liegt das Problem?

Vielleicht hast du noch Gewohnheiten, die dick machen, und dir ist dies gar nicht bewusst? Anschließend erfährst du mehr zu disem Thema.

Schlechte Gewohnheiten, die Abnehmen schwer machen

Nicht nur die adäquate Diät und ausreichend Bewegung sind wichtig. Wir gehen davon aus, dass du diese Gewohnheiten bereits in deinen Alltag integriert hast. Doch es gibt auch andere Gewohnheiten, die vielleicht verhindern, dass du dein Wunschgewicht erreichen kannst.

Hier findest du verschiedene mögliche Ursachen:

Du weißt nicht, wie viel Kalorien du zu dir nimmst

Natürlich kann man nicht den ganzen Tag die Beschreibung der einzelnen Nahrungsmittel studieren und Kalorien zusammenzählen, doch wer die ungefähre Kalorienanzahl der verzehrten Speisen nicht kennt, läuft Gefahr, zu viel zu essen.

Es gibt nützliche Apps fürs Handy, die sehr hilfreich sein können. Man muss nur das Gericht und die Portion wählen und erhält am Tagesende die verspeisten Kalorien.

Du kannst auch zwischendurch feststellen, wie viel du schon gegessen hast, um zu wissen, wann genau du die empfohlene Grenze überschreitest.

Alleine und vor dem Fernseher essen

Beim Fernsehen zu essen ist keine gute Idee. Das Gehirn hat dann nämlich nicht die Fähigkeit, dem Magen zu melden, wann er satt ist. Auch beim Lesen einer Zeitung oder eines Buches ist dies der Fall.

Deshalb sollte man beim Essen am besten auf Ablenkungen verzichten.

Verschiedene Studien weisen auch darauf hin, dass wir mit der Familie oder Freunden am Tisch weniger essen. Dies ist deshalb der Fall, weil so emotionale Verbindungen aufgebaut werden und man sich bewusster darüber ist, was man verzehrt.

Natürlich kann es vorkommen, dass es manchmal, insbesondere bei Festlichkeiten, zu viel Essen auf dem Tisch gibt. Doch in der Regel ist es gesund, mit der Familie zu essen.

Nur Light-Produkte essen

Du wählst im Supermarkt immer Produkte mit der Aufschrift „light“, „fettlos“ oder „0%“? Vielleicht ist hier die Ursache dafür zu finden, dass dir Abnehmen so schwer fällt.

In einer Studie der Universität von Cornell verzehrten Personen, die Light-Produkte bevorzugen, um fast 30% mehr Kalorien, als jene die normales Essen zu sich nehmen.

In den meisten Fällen werden nämlich die Fette dieser Produkte durch Zucker oder andere chemische Zusätze ersetzt. Deshalb ist es besser eine kleine Portion eines „normalen“ Lebensmittels als ein Light-Produkt zu verspeisen.

Aus einem großen Teller essen

Wenn es heißt, dass man einen Teller Pasta in einer bestimmten Diät essen darf, jedoch nicht auf die genaue Menge hinweist, dann ist dies eine Falle.

Denn wer zu Hause sehr große Teller hat wird natürlich auch viel mehr essen.

Normalerweise isst man ja alles, was man sich auf den Teller schöpft, denn so sind wir erzogen worden. Wenn der Teller groß ist, schöpft man viel und isst man folglich auch mehr.

Auch in Restaurants, insbesondere bei Fastfood, sollte dies beachtet werden.

In den USA entspricht beispielsweise der kleinste Kombo-Hamburger mit Pommes Frites dem größten, der in Frankreich geboten wird. Die Folgen sind für jeden offensichtlich.

Wenig oder schlecht schlafen

Schlaflosigkeit und Stress sind die schlimmsten Feinde einer Diät. Je weniger man schläft, umso mehr isst man. Nicht nur, weil man länger wach ist und mehr Zeit hat, zum Kühlschrank zu greifen, auch weil der Körper den Schlaf benötigt, um sich von den Anstrengungen des Tages zu erholen.

Ebenfalls interessant ist, dass der Energiestoffwechsel und die Produktion von bestimmten Hormonen, die den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflussen, ebenfalls für ständige Hungergefühle verantwortlich sein können.

Beleibte Freunde haben

Essen mit Familie hat, wie wir erwähnt haben, gewisse Vorteile, doch persönliche Beziehungen können auch negative Konsequenzen nach sich ziehen.

Wenn der Partner oder die besten Freunde beispielsweise an Übergewicht leiden, ist es wahrscheinlicher, dass auch du selbst Gewichtsprobleme hast.

Nicht die Kilos werden übernommen, sondern die Lebensgewohnheiten. Die Gefahr, dick zu sein, besteht dann, wenn…

• du beispielsweise bei jedem Treffen mit Freunden in ein Buffet essen gehst,
• du mit deinem Partner am Samstag Abend Essen und Nachtisch bestellst während ihr einen Film anschaut,
• es zur Gewohnheit wird, jeden Tag viel und sehr verschiedene Speisen zu kochen.

Kein Frühstück

Das Frühstück zählt zu den wichtigsten Mahlzeiten des Tages und sollte auf keinen Fall ausgelassen werden. Der Körper benötigt am Morgen Energie für die anstehenden täglichen Aktivitäten (so wie ein Auto Kraftstoff benötigt). Außerdem verlangt der Magen ständig nach Essen, wenn er zum Frühstück nichts bekommt.

Nimm ein gutes Frühstück zu dir bevor du das Haus verlässt und du wirst sehen, dass du bis zum Mittagessen keinen Appetit hast.

Es empfiehlt sich auch nicht, nur ein kleines Obststück oder einen Saft zu trinken, um schneller zur Arbeit zu gelangen. Das Frühstück sollte folgende Nahrungsmittel enthalten:

• 1 Tasse Tee oder Kaffee
• 1 Portion Kohlenhydrate (Kekse, Toastbrot)
• Milchprodukte, Zerealien und Obst.

Wenn du denkst, dass du das nicht alles auf einmal essen kannst, beginne langsam und steigere das Frühstück allmählich.

Das Essen nicht planen

Wenn dir der Ernährungsberater ein wöchentliches Menü mitgegeben hat, hast du damit keine Probleme. Doch meist stellen wir uns selbst unsere Diäten zusammen oder möchten auf eine gesunde Ernährung umstellen, organisieren uns jedoch nicht dementsprechend.

Dies kann zu einem Ungleichgewicht führen. An manchen Tagen fehlen Zutaten und wir essen, was gerade da ist. An anderen Tagen haben wir zu wenig Lust zum Kochen und bestellen etwas… so fällt es schwer, abzunehmen.

Bereite das Essen für mehrere Tage vor und bewahre es im Kühlschrank oder im Gefrierfach auf. So kannst du besser planen und auch alle natürlichen Zutaten zur Hand haben.

Ebenfalls wichtig ist, mit dem Menü abzuwechseln, damit es nicht langweilig wird und sich der Körper nicht daran gewöhnt. Wenn du jeden Tag unterschiedliche Rezepte zubereitest, wird der Organismus auch mit allen nötigen Nährstoffen versorgt.

Wenn du einkaufen gehst, vergiss nicht, nur die Dinge auf der Einkaufsliste zu kaufen. Lass dich nicht von tollen aber ungesunden Angeboten verführen!

Related Articles

Close