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Laila (110) floh aus Syrien um ein letztes Mal ihre Enkelin zu sehen

Laila Saleh ist laut Ausweis 110 Jahre alt. Die Syrierin hat sich trotz ihres hohen Alters auf den Weg nach Deutschland gemacht, um ihre Enkelin Nasrin ein letztes Mal zu sehen.

 

Nasrin, die Enkelin, flüchtete 2015 zusammen mit ihrer Schwester Beriwan aus Kobane und erhielt in Deutschland Asyl.

Anfang November erreichte Laila gemeinsam mit ihrem jüngsten Sohn Ahmed und seiner Frau  Saoussa sowie deren Sohn Halil samt Frau und Kindern die griechische Insel Lesbos.

“Laila Saleh, Flüchtling aus Kobane, 110 Jahre alt. Ihr einziger Wunsch ist es, ihre Enkelin Nasrin wiederzutreffen“, twitterte die UN-Behörde Anfang Dezember.

 

“Wir blieben zwei Tage an der Grenze zwischen Kobane und der Türkei, das war schwierig“, erzählt Enkel Halil, der seine Großmutter während der Reise stützen und tragen musste. Danach seien sie mit dem Bus in die türkische Küstenstadt Izmir gefahren. „Dort haben wir in einem Hotel gewartet, bis wir grünes Licht für die Überfahrt über das ägäische Meer bekamen“, wie die Bild-Zeitung festhält.

Die griechische Küstenwache entdeckte das Boot und brachte die Familie in ein überfülltes Flüchtlingslager in Lesbos.

Danach trennte sich die Familie. Laila und ihre Schwiegertochter wurden in die Inselhauptstadt Mytilini und Ende November schließlich nach Athen gebracht. Die restlichen Familienmitglieder blieben in Lesbos.

Die betagte aber dennoch kämpferische Frau steckt nun in Athen fest. Anspruch auf einen Familiennachzug nach Deutschland hat sie nicht. Über ihren Asylantrag in Griechenland soll erst Anfang 2019 entschieden werden. Für Laila könnte es dann schon zu spät sein. Wie es nun weiter geht ist für Laila noch unklar.

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