Deutsch

Plaque entfernen: Mundspülung gegen Zahnbelag selber machen

Fast jeder von uns kennt Plaque – Zahnbelag, der aus vielen, unterschiedlichen Schichten besteht und dort entsteht, wo die Zahnbürste nicht immer so gut hinkommt. Plaque ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern kann auch zu Karies oder Parodontitis führen. Prinzipiell wird der Zahnbelag nach seiner Konsistenz in den harten Zahnstein und den weichen Zahnbelägen unterteilt. Was dich nun aber wahrscheinlich viel mehr interessieren wird: Wie bekommst Du den lästigen Zahnbelag wieder los und kannst Du vorbeugend etwas dagegen unternehmen?

Zahnstein und Co.

Zahnstein und Zahnbeläge entstehen durch die Zeit. Sie kommen bei jedem Menschen vor und sind sozusagen etwas „Natürliches“. Weiche Beläge können einfach mit der Zahnbürste und Zahnpasta entfernt werden, der harte Zahnstein hingegen kann nur vom Zahnarzt selbst entfernt werden. Vorbeugen kannst Du selbst, indem Du auf eine sorgfältige, gründliche Mundhygiene achtest. Plaque kannst Du gut mithilfe von sogenannten „Färbetabletten“ erkennen. Dadurch kannst Du kontrollieren, ob Du auch wirklich gründlich genug geputzt hast.

Wenn Du deine Zähne nicht regelmäßig, gründlich reinigst, entsteht der sogenannte Plaque. Seine Entstehung läuft mehrer Schritte durch. Zuerst bildet sich ein feiner Film, der Pellikel genannt wird und aus unterschiedlichen Eiweißen aus unserem Speichel besteht. Dieser sorgt für die Einlagerung wichtiger Mineralien im Zahnschmelz und schützt die Zähne somit vor aggressiven Säuren. Leider ist es jedoch so, dass sich mit der Zeit auch Bakterien ansammeln. Es kann ein gelblich, weißer Belag entstehen. Wenn Du solche Verfärbungen wahrnehmen kannst, musst Du deine Zähne besser putzen!

In den ersten Tagen ist der Plaque noch mit Wasser leicht zu entfernen. Nicht nur auf den Zähnen selbst, sondern auch in den Zwischenräumen kann sich Plaque bilden. Plaque ist übrigens oft auch der Grund für üblen Mundgeruch. Der Zahnschmelz wird auf Dauer durch den Plaque poröser und brüchig, weshalb Karies entsteht.

Wenn der Belag nicht entfernt wird, verhärtet er sich und wird somit zum Zahnstein. Bei diesem Vorgang werden Kalziumsalze, die sich im Speichel befinden, mineralisiert, was zur Verhärtung führt. Karies, Parodontitis und Entzündungen können entstehen, wenn der Zahnbelag nicht regelmäßig entfernt wird.

Natron und Salz gegen Plaque

Die Verbindung von Natron und Salz wirkt „adstringierend“. Dies bedeutet, dass Ablagerungen einfacher entfernt werden können.

Wenn Du deinen Zahnbelag entfernen möchtest, solltest Du daher eine Mundspülung aus Natron und Salz herstellen. Hierfür löst Du einfach zwei Teelöffel Natron und ½ Teelöffel Salz in rund 200 ml warmen Wasser auf. Mit der Lösung solltest Du deinen Mund nun stets nach dem Zähneputzen gründlich spülen. Verwende die Spülung am besten täglich, wenn Du gute Erfolge erzielen möchtest!

Weitere Möglichkeiten der Entfernung von Zahnbelag:

Teebaumöl

Bereits seit Jahrhunderten wird Teebaumöl für unterschiedliche medizinische und kosmetische Zwecke angewendet. Grund dafür ist vor allem die antibakterielle WIrkung, die Teebaumöl zu bieten hat. Diese ist außerordentlich wirkungsvoll bei unterschiedlichsten Beschwerden. Auch bei Zahnbelägen kann Teebaumöl angewendet werden, denn das Öl tötet Bakterien ab und hilft die Bildung von neuem Zahnstein zu reduzieren. Doch nicht nur das: Auch Karies und Parodontitis werden bei regelmäßiger Anwendung vorgebeugt. Wichtig ist jedoch, dass Du nicht zu viel des ätherischen Öls verwendest, da es sonst die Schleimhaut reizen kann. Am besten ist, Du verdünnst einige Tropfen Teebaumöl mit Wasser und verwendest dies als Mundwasser nach dem Zähneputzen

Entfernen mit Ultraschall

Ultraschall eignet sich ebenfalls dafür, Zahnstein effektiv zu entfernen. Die schnellen Schwingungen sorgen dafür, dass sich Risse in den ABlagerungen bilden und am Ende abplatzen. Die Zähne können zwar nicht komplett von Zahnstein befreit werden, dennoch kann eine Verbesserung erzielt werden. Ultraschallzahnbürsten findet man heute in großer Auswahl. Du benötigst dafür jedoch auch eine eigene Zahnpasta, die für die Reinigung mit Ultraschall geeignet ist!

Nussschalen

Wenn Du deine Zähne gründlich reinigen möchtest, solltest Du Nussschalen aufkochen. Auch Essensreste, die sich gerne an der Zahnoberfläche festsetzen, lassen sich durch die Schalen gut entfernen. Verwende die Flüssigkeit, die durch das Aufkochen der Schalen mit Wasser entsteht, jeden Tag, als Spülung nach dem Zähneputzen bzw. putze die Zähne mit der Flüssigkeit nochmals nach.

Zum Aufkochen verwendest Du eine Handvoll Nussschalen und rund 250 ml Wasser. Du solltest die Schalen rund 15 Minuten lang kochen. Wenn das Wasser abgekühlt ist, kannst Du dir damit rund 5 Minuten die Zähne putzen oder den Sud auch als Spülung verwenden, wobei das Putzen mit dem Sud deutlich effektiver ist.

Diese Behandlung solltest Du in jedem Fall dreimal täglich wiederholen, damit Du gute Erfolge erzielen kannst!

Kokosöl und Natron

Reines Kokosöl eignet sich hervorragend als Zahnpasta, denn das Öl kann Bakterien im Mundraum effektiv bekämpfen. Mit der Zugabe von Natron steigerst Du die Wirkung von Kokosöl noch und deine Zähne können außerdem etwas aufgehellt werden – auf natürliche Weise versteht sich…

Für die Behandlung vermischt Du einfach rund 2 Esslöffel Kokosöl mit 2 Esslöffel Natron und putzt dir danach die Zähne mit der Paste. Auch diese Behandlung solltest du dreimal täglich wiederholen, um Ergebnisse sehen zu können.

Wasserstoffperoxid

Auch wenn es viele Menschen nicht glauben wollen, aber Wasserstoffperoxid eignet sich ebenfalls für die Bekämpfung von Plaque, da es antiseptisch wirkt. Nicht nur die Vermehrung der Bakterien wird gehemmt, sondern sie werden zudem auch abgetötet.

Wenn Du also Plaque bekämpfen willst, solltest Du zu einer Mundspülung greifen, die eine Wasserstoffperoxid-Basis zu bieten hat. Durch die Anwendung werden deine Zähne ebenfalls etwas aufgehellt werden.

Für unsere empfindliche Mundschleimhaut ist reines
Wasserstoffperoxid leider viel zu aggressiv, daher sollte man den WIrkstoff nicht unverdünnt benutzen. Mische es also mit Wasser (rund vier Esslöffel 3%iger Wasserstoffperoxid mit 200 ml Wasser). Nach dem Zähneputzen spülst Du deinen Mund nun rund eine Minute lang mit der Mischung aus.

Äpfel

Wahrscheinlich hat dir deine Mutter schon erzählt, wie gesund Äpfel doch sind. Doch auch für deine Zähne sind sie gesund, denn diese können sie natürlich reinigen. Sie verhindern das Festsetzen von Zahnstein und beugen Zahnfleischbluten vor. Iss also täglich einen Apfel, wenn du dir und deinen Zähnen etwas Gutes tun willst!

Sesam

Sesam ist aufgrund seiner Struktur ebenfalls gut geeignet, um Plaque effektiv zu beseitigen. Zudem kann er die Zähne auch aufhellen. Für die Anwendung musst Du nur einen Esslöffel Sesamsamen kauen. Schlucke sie jedoch nicht. Spucke sie nach einigen Minuten wieder aus und putze mit einer trockenen Zahnbürste nach. Danach spülst Du deinen Mund mit einem Mundwasser (oder purem Wasser) und schon ist die Behandlung beendet!

Tomaten und Erdbeeren

Tomaten und auch Erdbeeren sind besonders reich an Vitamin C. Durch das Vitamin C kannst Du nicht nur deinen Zahnstein entfernen, sondern deine Zähne auch etwas aufhellen. Stelle dir also einfach eine Paste aus Tomaten und Erdbeeren her und putze damit einige Minuten lang deine Zähne. Nach einige Anwendungen wirst Du die Wirkung sehen können!

Mandeln

Was nur wenige Menschen wissen ist, dass auch Trockenfrüchte Zahnstein durch die Reibung entfernen können. Dazu müssen sie im ganzen verspeist werden. Hervorragend hierfür eignen sich Mandeln. Wer also am Abend lieber mal zu einer Handvoll Mandeln greift, als zu Schokolade, tut nicht nur seinem Körper, sondern auch seinen Zähnen etwas Gutes! (Natürlich eignen sich auch andere Nüsse hierfür…)

Sellerie und Karotten

Karotten und Sellerie sind sehr gesund für unseren Körper, haben jedoch auch etwas für unsere Zähne zu bieten. Sie fördern die Produktion von Speichel und können somit unsere Zähne stärken. Darüber hinaus wirken sie sättigend und eignen sich sehr gut, als gesunder Snack für zwischendurch. Greif also ab und zu mal zu einer Karotte oder zu Sellerie und tu deinen Zähnen einen großen Gefallen!

Orange

Die Orange ist eine Zitrusfrucht, die viel Vitamin C enthält. Sie sorgt dafür, dass sich schädliche Mikroorganismen auf den Oberflächen deiner Zähne nicht ansetzen können. Trinke also beispielsweise jeden Morgen ein Glas frischen Orangensaft oder reibe deine Zähne mit der Innenseite von einer Orangenschale vor dem Schlafengehen ein.

Vorbeugung von Zahnstein

Leider kann man Zahnstein nicht vollständig vorbeugen. Dennoch kannst Du die „Verkalkung“ der Zähne in Grenzen halten, wenn Du für eine gesunde, gründliche Mundhygiene sorgst. Somit verhinderst Du Plaque bereits vor seiner Entstehung.

Putze deine Zähne jeden Tag also mindestens zweimal gründlich. Beachte dabei auch die Zahnzwischenräume. Hierfür solltest Du in jedem Fall zur Zahnseide greifen. Auch deine Zunge solltest Du mit einem speziellen Zungenschaber jeden Tag säubern. Ebenfalls kannst Du zu einer antibakteriellen Mundspülung greifen.

Achte außerdem auf eine ausgewogene Ernährung und verzichte auf zu viel Zucker, damit Du den Bakterien ihren Nährboden entziehen kannst. Zudem solltest Du Genussmittel wie beispielsweise Kaffee, Rotwein und Tee, aber natürlich auch Tabak nur in Maßen zu dir nehmen.

Darüber hinaus solltest Du regelmäßig zum Zahnarzt gehen und deine Zähne kontrollieren lassen. Auch eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt solltest Du mindestens einmal im Jahr durchführen lassen!

Fazit

Zahnstein lässt sich zwar nicht vollkommen verhindern, doch Du kannst ihn in Grenzen halten, wenn Du deine Zähne gründlich pflegst, einige Tipps und Tricks beachtest und regelmäßig zur Kontrolle zum Zahnarzt gehst. Auch solltest Du einmal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt durchführen lassen, damit deine Zähne auch wirklich gesund bleiben. Achte außerdem auf eine gesunde, abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und wende das eine oder andere Hausmittel an, wenn Du lästige Ablagerungen einfach zuhause entfernen möchtest!

Um keine weiteren Rezepte und Tipps rund um das Thema Gesundheit zu verpassen, schaut regelmäßig vorbei.

Haftungsausschluss: Der gesamte Inhalt dieser Website dient nur zu Informationszwecken und ist nicht als spezifische Diagnose oder Behandlungsplan für eine bestimmte Situation zu verstehen. Die Nutzung dieser Website und der hierin enthaltenen Informationen begründet keine Beziehung zwischen Arzt und Patient. Konsultieren Sie immer Ihren eigenen Arzt, wenn Sie Fragen oder Probleme bezüglich Ihrer eigenen Gesundheit oder der Gesundheit anderer haben. 

Folge und share:

Related Articles

Close