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UNTERSCHÄTZTES HEIL- UND HAUSMITTEL AUS DER NATUR. MULTITALENT NATRON..

Ob im Haushalt, in der Küche oder als Heilmittel – Natron gilt als Universaltalent, das seit langem bekannt ist, von Industrie und Medizin jedoch häufig zugunsten synthetischer mittel verdrängt wurde. Kein Wunder, dass der erstaunlich breite Anwendungsbereich dieses Pulvers bislang noch unterschätzt wird.

Die Rückbesinnung auf natürliche Heilmittel ist heute notwendiger denn je. Nicht nur, dass unser Gesundheitssystem durch ihre Verwendung entlastet werden würde, auch täten wir im Krankheitsfall gut daran, uns nicht allein auf synthetisch hergestellte Produkte zu verlassen. Viele Wirkungen traditioneller Naturheilmittel, die jahrzehntelang nur auf Erfahrungen beruhten, sind mittlerweile durch wissenschaftliche Studien bestätigt worden. Das gilt auf für Natron – eine natürlich vorkommende Substanz, die es mehr als verdient, nicht in Vergessenheit zu geraten.

Wer kennt Natron nicht – zum Beispiel als Backtreibmittel für Kuchen, zur Zahn- und Mundpflege oder um Kalkreste zu entfernen? Dass es auch ein wirksames Heilmittel ist, ist hingegen den wenigsten bekannt.
Natron (Natriumhydrogencarbonat, NaHCO3) ist in jedem gut sortierten Supermarkt in der wohlgekannten grünen Packung für sehr wenig Geld zu haben. Die im Handel befindlliichen Traditionsmarken sind bekannt als “Kaiser-Natron” und “Bullrichsalz”. Wer Natron innerlich einnehmen will, sollte unter den vielen angebotenen Produkten unbedingt jenes mit der Bezeichnung “Lebensmittelqualität” wählen.
Natriumhydrogencarbonat hat unzählige Anwendungsbereiche, doch der Wirkmechanismus ist immer derselbe: es besitzt einen hohen pH-Wert und hat deshalb die Fähigkeit, Säuren zu Neutralisieren – im Körper wie auch im Haushalt.

“Mit Natron haben Sie Zugang zu einer Behandlungsform, bei der es nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen gibt”, schreibt märk Circus, US-amerikanischer Autor zahlreicher Gesundheitsbücher, in seinem Buch “Natriumbicarbonat, Krebstherapie für jedermann”. Er führt auf, was eigentlich jeder Mediziner weiß . Natron hilft, Leben zu retten. Tatsächlich wird das Pulver – meist in aufgelöster Form direkt in die Venen injiziert – schon seit Langem in der Notaufnahme und auf Intensivstationen eingesetzt. Da Natron sich durch einen hohen pH-Wert auszeichnet und deshalb basisch wirkt, ist es ein rasch wirkender Gegenspieler der lebensgefährlichen akuten Übersäuerung (Azisose) des Blutes. Bei Atem- und Kreislaufstillstand, Reanimierung und anderen lebensbedrohlichen Zuständen kommt laut Mark Circus immer auch Natriumhydrogencarbonat zum Einsatz.
Des Weiteren berichtet er in seinem Buch von Onkologen, die Natron in Kombination mit einer Chemotherapie verabreichen, weil Natriumbicarbonat “dabei hilft, lebenswichtige Organe vor dem Gift der Chemotherapie zu schützen”. Auch andere Publikationen berichten von der hemmenden Wirkung auf Krebszellen. Die Forschung steckt jedoch noch in den Kinderschuhen, evidenzbasierten Daten aus klinischen Studien mit Menschen leiden bislang nicht vor.

Vor der Entstehung und Entwicklung schwerwiegender Krankheiten besteht häufig eine chronische Übersäuerung des Körpers. So weiß man heute, dass sich fast alle Krebsarten bevorzugt im sauren Körpermilieu entwickeln ,was Zelluntersuchungen an Krebspatienten bestätigen. Der renommierte Säuren-Basen-Experte Prof. Dr. Lothar Wend schreibt in einem seiner Bücher: “die Verschiebung des Säure-Basen-Gleichgewichts tötet nicht nur menschliche Zellen, sondern jedes Leben”. Damit meint er auch das Baumsterben, den sauren Regen, die sterbenden Fische in den Gewässern und die Verarmung an gesunden Bodenorganismen. All das ist auf einen negativ veränderten pH-Wert zurückzuführen. Unsere Körperflüssigkeiten und Organe haben unterschiedlich optimale pH-Werte, die größtenteils im leicht basischem Bereich liegen. Ein deutlich saures Milieu liegt nur im Magen (pH 1,2 – 3) und in der Scheide (4-4,5) vor. Ernährungswissenschaftler warnen immer wieder vor dr latenten Übersäuerung unserer Körperflüssigkeiten, Gewebe und Zellen. Um ein gesundes Säure-Basen-Geichgewicht im Körper zu gewährleisten, braucht er ein Verhältnis von 20 % säurebildender und 80 % nasenbildender Kost.
Dem gegenüber steht unsere moderne Ernährung mit viel zu vielen säurebildenden Nahrung- und Genussmitteln und viel zu wenig basischer Kost mit Obst und Gemüse. Wen wundert es da, dass mittlerweile schon von geschätzten 70-80 %j Übersäuerten in derBevölkerung die Rede ist?
Kaum jemand sieht den Zusammenhang zw. seinen Beschwerden und einer möglichen Übersäuerung, da an schlichtweg gar nicht weiß, dass man an einer solchen leiden könnte.
Es kann lange dauern, bis die Folgen einer jehrzehntelangen säureüberschüssigen Ernährung spürbar werden. Bis dahin hat der Organismus Schwerstarbeit zu leisten, um die im Übermaß zugeführten Säuren zu neutralisieren, damit sie den Organen nicht schaden. Mithilfe von Schutzmechanismen und Puffersystemen versucht der Körper, so lange es geht, eine schädliche Übersäuerung zu verhindern. Mit der Zeit lagert er die Säuren, die er nicht mehr neutralisieren kann, als Schlacken im Körper ab. Aus dieser chronischen Übersäuerung resultieren die verschiedenartigsten Beschwerden, die sich im Laufe der zeit zu ernsten Erkrankungen wie Rheuma, Gicht, Osteoporose oder sogar Krebs entwickeln können.

Steht fest, dass der Körper tatsächlich übersäuert ist, kann ein erster Schritt die kurmäßige Einnahme von Natron sein. Da Natron im Körper basisch wirkt, kann es den Säureüberschuss neutralisieren und die Säure in Salze umwandeln. Bei einer latenten, chronischen Übersäuerung wird es als Kapsel oder Pulver eingenommen. Der zweite Schritt muss dann darin bestehen, den basischen Anteil der Ernährung zu erhöhen, damit das Grundübel bei der Wurzel gepackt wird.
Das fundierte Lehrbuch “Durch entsäuern zu seelischer und körperlicher Gesundheit” von Dr. med. Siegfried Beck und Ingeborg oetinger-Papendorf beschreibt eine alternative Einnahme.
außerdem sollte immer ein Zeitabstand zw. der Einnahme von Medikamenten und der Zufuhr von Natron bestehen, da es zu Wechselwirkungen kommen kann (mind. 2 St.).Hält man sich an diese Vorgabe, sind latut Literatur keine Nebenwirkungen zu befürchten.

Natron kommt seit jeher in unzähligen Anwendungsbereichen zum Einsatz. Heute wissen wir, dass der Wirkmechanismus immer derselbe ist: das weiße Pulver hat einen hohen pH-Wert und deshalb die Fähigkeit, Säuren zu neutralisieren – im Körper wie im Haushalt. Generationen vor uns kannten diesen Zusammenhang nicht, erlebten aber immer wieder, dass Natron verlässlich half und gegen viele Beschwerden des Alltags eingesetzt werden konnte.

ERKÄLTUNG UND GRIPPE
Gegen Viren und Bakterien kann man sich die keimtötenden und entzündungshemmenden Eigenschaften zunutze machen:
traditionell gibt man einen 1/2-1 TL Natron in ein Glas warmes Wasser und nimmt diese Lösung über Eineige Tage 2–3 x täglich zu sich.

ZAHN- UND MUNDPFLEGE
Natron neutralisiert auch die Säuren im Mundraum. Dies ist hilfreich bei der täglichen Mund- und Zahnpflege. In ein Glas warmes Wasser gibt man einen TL Natron und spült damit den Mund gründlich aus. Die Wirkung beruht darauf, dass Natron die sauren Speisereste zw. den Zähnen neutralisiert und dadurch Fäulnis- und Kareiesbildung verhindert. Angenehmer Nebeneffekt: übler Mundgeruch gehört der Vergangenheit.

INSEKTENSTICHE
Eines der lästigsten Über im Sommer sind Insektenstiche. Auch hier leistet Natron schnelle Hilfe:
man rührt einen dicken Brei aus Natronpulver und Wasser an und trägt diesen auf die Stichstellen auf – Schwellung, Juckreiz und Schmerzen bessern sich in kürzester Zeit.

BADEZUSATZ
als Badezusatz ist Natron ein altbewährtes Schönheit- und Pflegemittel. Ein Vollbad mit 50-100 g Natron erfrischt und pflegt die Haut. Anschließend nicht abspülen, trocken tupfen. Dieses Bad darf jedoch nicht mit einem echten Basenbad verwechselt werden, das aufgrund der sehr langen Badedauer von mind. 1 St. die Osmose des Organismus aktiviert. Letztere ermöglicht erst eine Entsäureung über die Haut. Dazu braucht man mind. 1 Tasse Magnesiumpulver und Natron. (darüber kommt ein anderer Artikel).

EMPFINDLICHE HAUT
Sensible Haut verträgt oft keine seife. Eine Alternative ist das Waschen mit Natron. Dazu gibt man ca. 4 TL Pulver ins Waschbecken, löst sie im lauwarmem Wasser auf und betupft damit sanft das Gesicht. Anschließend wird das Gesicht vorsichtig abgetrocknet, ohne es vorher abzuspülen – das Ergebnis ist eine wunderbar gereinigt, weiche Haut, die keine zusätzlichen Kosmetik benötigt.

SONNENBRAND
Bei einem starken Sonnenbrand löst man Natron in Wasser auf, tränkt ein T-Shirt aus Baumwolle in dieser Lösung, wringt es leicht aus und zieht es nass über. Die Wirkung ist schnell und schmerzlindernd.

BRENNENDE FÜßE
Oft werden unsere Füße durch ungeeignetes Schuhwerk oder langes Stehen stark strapaziert. Dann tut ein warmes Natronbad am Abend gut, das aus ca. 10 l Wasser und ewea 1-2 EL Natron zubereitet wird.

SCHWITZEN
Auch Schweißfüßen kann mit Natron begegnet werden, indem man täglich etwas frisches Natronpulver in die Schuhe streut. dAs häufige Baden der Füße in Natronbad hilft auf Dauer, das Übel zu vertreiben.

Natron kann alternativ zum Deospray eingesetzt werden. Einfach etwas Natron in die Achselhöhlen pudern.

NATRON IN DER KÜCHE UND HAUSHALT
Was die Verwendung von Natron in Küche und Haushalt betrifft, dürfen wir uns getrost auf unsere Großmütter verlassen, die nicht nur aus Kostengründen dieses ebenso preiswerte wie einfache, natürliche Mittel bevorzugten.

LEICHTERE VERDAUUNG
Eine Prise Natron ins Kochwasser gegeben, lässt Hülsenfrüchte schneller gar werden. Kohlgemüse nimmt es die blähende Wirkung.

GERÜCHE NEUTRALISIEREN
Babyflaschen, Milchgeschirr, Sahnespender und auch Thermosflaschen bekommen leicht einen unangenehm säuerlichen Geruch, der durch Spülen mit einer Natronlösung verschwindet.
Starker Fisch- und Zwiebelgeruch verschwindet von Händen, Geschirr und Holzbrettchen dank etwas Natron, das man dem Abwaschwasser zusetzt.
Es neutralisiert auch muffige Gerüche, zum Beispiel aus Abflussrohren, Katzentoiletten und Kleintierkäfigen.
Über riechende Teppiche duften Wieder sauber nach dem Aufstreuen von Natron, das einige Zeit einwirken sollte, ehe man es absaugt.
Richt es ungut im Kühlschrank, nimmt man ein Beutelchen Natron und gibt das Pulver auf ein Tellereben, das man in den Kühlschrank stellt.

ENTKALKEN
Unschöne Kalkreste auf Blumentöpfen aus Ton verschwinden, wenn Letztere für ein paar Stunden in ein warmes Natronbad gelegt werden.

SÄURE ABMILDERN
Überschüssige Säure in Lebensmitteln kann durch Natron neutralisiert werden.

KOCHGESCHIRR REINIGUNG
Um angebrannte Speisereste in Kochtopf oder Pfanne zu lösen, gibt man einen Liter Wasser und 1-2 EL Natron hinein und lässt beides langsam aufkochen, bis sich der feste Bodensatz löst.

ANWENDUNG IM GARTEN
Unter dem Markennamen “Steinhauers Mehltauschreck” ist Natron in der alternativen Landwirtschaft ebenso wie in Privatgärten ein wirksames Mittel gegen Mehltau und Graufäule.

Natron ist universal einsetzbar in Haushalt, Bad und auch in unserer Hausapotheke – und dabei preiswerter, natürlicher und leichter erhältlich als so manches synthetische Produkt aus der Industrie. Lassen wir uns die zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten dieses natürlichen Heil- und Hausmittels nicht entgehen!…

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